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Just Married – Kristin und Jürgen

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Das Traumpaar :)

Also, es war ein toller Tag. 15.06 Uhr war die Trauung angesetzt. Jürgen hat sich in der Kaserne auf seinem Zimmerchen zurecht gemacht und ich mich bei meinen Eltern in der Ferienwohnung. Er hatte das Kleid zwar schon gesehen, schließlich haben wir es gemeinsam ausgesucht, aber so hatte ich Mutti an meiner Seite fürs Schminken, welcher Schmuck, sitzt alles. Nur gut, denn ich hatte noch nicht einmal einen trägerlosen BH. Den konnte ich mir dadurch von ihr leihen, denn daran hatte ich nämlich gar nicht gedacht. Als ich unter die Dusche bin fing es prompt an mit regnen. Aber das war schnell wieder vorbei. Vor dem Standesamt hatten wir dafür Wind.

Trotz, das ich dachte, zeitig genug ins Bad gegangen zu sein, war ich am Ende doch noch etwas unter Zeitdruck. Ach und seltsamerweise, wir waren beide kein Stück aufgeregt. Noch nicht mal ein bisschen nervös. Mutti musste noch ihren Rock bügeln und stellte sich dazu einen Teller Wasser hin. Tommi hatte nichts besseres zu tun als ihn sofort leer zu schlabbern. Als ob er nicht selbst eine Schüssel gehabt hätte.

Dann sind wir nach Wildflecken gefahren, um Jürgen abzuholen. Der stand schon fix und fertig (ich meine perfekt angekleidet) mit dem Brautstrauß in der Hand, den er eben geholt hatte, auf dem Parkplatz. Dort hat mich Papi dann an ihn übergeben. So mit kleiner unvorbereiteter Rede, süß, wie Papi eben. Dann hat mir Jürgen den Brautstrauß überreicht, Mutti hat mir die Rose ins Haar und Jürgen an den Anzug geheftet und dann sind wir zum Standesamt gefahren, nach Bad Brückenau.

Ich hatte 2 Wochen vorher mal dort angerufen wie es mit der Ein- und Auszugsmusik ist. Wir hätten Air von Bach genommen. Aber da es der 06.06.2006 war, bekamen wir einen Musiker gestellt. Es durfte so dreiviertel drei gewesen sein, als wir da waren. Noch mal schnell auf Toilette, Lippenstift nachziehen, Brust zurechtrücken, Frisur überprüfen und dann stand auch schon der Standesbeamte vor uns und meinte, wir könnten schon rein. Also haben wir uns an die Hand genommen und sind reingewatschelt. Ohne Musik. Ich wunderte mich schon. Drin angekommen war der Keyboarder ganz perplex, dass wir eher anfangen, bloß weil Zeit war. Naja. Dann hat der Standesbeamte so ein paar grundlegende Dinge zur Ehe erzählt, die allerdings verschwendete Zeit waren, denn wenn wir das alles nicht wüssten, säßen wir ja nicht da. Zwischendrin, es war ja schließlich Nachmittag, da ist Tommis Spielzeit, stupste er immer so Muttis Handtasche an, denn er weis ja, dass da sein Spielzeug drin ist. Und bevor er bellt (das ist eigentlich kein Bellen, wenn er irgendwas will, ist es eher so ein verschlucktes Niesen) gab ihm Mutti seinen Flummi. Und dann ging es Plopp…..Plopp….plopp War sehr lustig! Hat sich in dem Moment jeder darüber amüsiert. Aber er hörte dann auch gleich wieder auf. Als der Standesbeamte dann mit dem Vorgeplänkel fertig war (unter anderem auch mit dem Verlesen unserer Dokumente, wobei bei mir eine falsche Adresse stand, was für eine kurze Verzögerung sorgte), stand er auf, schaltete das Licht aus und setzte sich wieder. Hä? Und da spielte der Keyboarder dann was für uns. Ich kannte es nicht, Jürgen meinte, es wäre das Ave Maria gewesen. Ich fand die Idee, so zwischendrin ein Stück zu spielen recht nett. Aber ich habe die ganze Zeit so vor mich hin gestiert, denn nur ein Blick zu Mutti hätte gereicht und ich hätte geheult. Aber wie gesagt, das konnte ich noch abwenden.

Unsere Ringe lagen auf einem dunkelrotem Samtkissen mit weißer Spitze, was Yvonne selbst genäht hatte für Ihre Hochzeit und ich hab mich gefreut, dass wir es nehmen durften, so war auch etwas persönliches von Yvonne bei uns. Danach hat der Standesbeamte mich noch einmal gefragt, ob ich den Namen von Jürgen wirklich annehmen will (meine letzte Chance mein Zwiener zu retten) aber ich habe das natürlich bejaht. Dann durften wir uns küssen. Mutti wollte das festhalten, aber unsere Küsschen waren immer so kurz, dass es 5 Anläufe brauchte, eh sie ein Bild eingefangen hatte. Ach ja, vorher wurden natürlich noch die Ringe getauscht, hatte ich ganz vergessen. Das war ein sehr schöner Moment; den ich gerne noch ein paar Sekunden länger genossen hätte. Dann hat Mutti mich umarmt und es war vorbei. Meine kleine süße weinende Mutti im Arm, da konnte auch ich nicht mehr an mich halten. Dann noch Papi und Jürgen. Und alle waren glücklich. Jürgen war auch sichtlich gerührt. Danach haben wir von der Stadt eine Stadtrundfahrt bekommen, in einem VW Phaeton, Jürgen wäre am liebsten selbst gefahren. Da hat der Gasfuß schon gejuckt. Eh man sich versah, war es auch schon Abend und wir hatten ja einen Tisch bestellt, sodass wir dazwischen zu gar nichts mehr gekommen sind. Wir waren in einer kleinen Burg essen in 700m Höhe und hatten einen Tisch in einem der beiden Türmchen. Total schön und gemütlich. Tommi lag der Bedienung die ganze Zeit im Weg, aber die hat immer darüber gelächelt. Das Essen war super und es gab sogar richtig gute Weingläser (anders als im Schwanenschlößchen). Den Abend haben wir dann in der Ferienwohnung ausklingen lassen, Glückwunschkarten gelesen, Geschenke ausgepackt und gequatscht, gelacht und Wein getrunken.

Stefan hat mich angerufen, das fand ich sooo schön und die kleine Drea, da hab ich mich so richtig gefreut. Und ganz viele herzerwärmende SMS hab ich von euch bekommen. DANKE! Die Hochzeitsnacht haben wir mit in der Ferienwohnung verbracht, es gab 2 Schlafzimmer. Ja, jetzt wisst ihr alles, wir danken euch allen von Herzen für die süße Karte. es ist so schön, euch zu haben. Ich hab euch alle so wahnsinnig lieb und danke euch, das ihr an mich denkt. BUSSI an euch alle! Vermiss euch!

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